Deutlich stärker und leichter schickt Royal Enfield die Continental GT in eine eigene Rennserie in Indien. Im Oktober startet die Saison mit vier Rennwochenenden.

Royal Enfield startet in Indien ein interessantes Nachwuchsprojekt für den Straßenrennsport: den GT Cup. Insgesamt 18 Fahrer castet Royal Enfield aus über 100 Bewerbern für die vier Rennen von Oktober 2021 bis Januar 2022. Die Auserwählten dürfen auf besonderen Rennversionen der Royal Enfield Continental GT fahren.

Leichter und stärker als Cup-Version

Die Rennversion der Continental GT ist R650 getauft und hat durch eine neue Auspuffanlage und Abstimmung gut fünf PS mehr als die serienmäßigen 48. Wesentlich eindrucksvoller sind die 21 Kilo Gewichtsverlust, die die Rennversion mitbringt. Stumpf subtrahiert müsste die GT-R650 191 Kilogramm fahrfertig auf die Strecke bringen.

Klassische Optik

Recht frech, dafür gelungen macht die GT-R650 auf Rennmaschine der 1960er Jahre. Das kupierte Heck mit dem Minibürzel ist zwar Serie, ohne das Schutzblech könnte das direkt von einer 250er-Honda der RC-Reihe stammen. Vorn schmückt eine Halbschale mit großer Kanzel an einem neuen Verkleidungshalter die Royal Enfield. Tief montierte Stummel sind da obligatorisch.

Neues Fahrwerk für die GT

Leicht überarbeitet hat Royal Enfield die Gabel der Continental GT. Härtere Federn und eine einstellbare Vorspannung arbeiten mit härter abgestimmten Dämpfungen für Druck- und Zugstufe zusammen. Die serienmäßigen Dämpfer im Heck bleiben unangetastet. Semislicks mit weicher Mischung sorgen für Grip auf dem Kurs.

Feine Sache von Royal Enfield. Der Support des indischen Rennsports ist aller Ehren wert und der Umbau der Continental GT zum Racer sieht sehr gelungen aus. Damit sollten die vier geplanten Rennen wie geplant verlaufen: Fahrer ausbilden. Die dürften mit 53 PS und 191 Kilo Motorrad nicht überfordert sein. In Europa werden wir das wohl nicht sehen, hier haben bereits die 300er-Serien annähernd die Leistung und wiegen nochmal 60 Kilo weniger.